Irgendwie habe ich dass Gefühl, dass die Zeit nur noch rast. In den letzten drei Wochen habe ich so viel erlebt und so viel Spaß gehabt, wie lange nicht mehr.
Zu allererst habe ich an einem Französischwettbewerb teilgenommen, bei dem man innerhalb von fünf Minuten über ein selbst gewähltes Thema berichtet, dabei aber möglichst keine Karteikarten oder etwas ähnliches benutzt. Ich habe natürlich, da ich ja aus Deutschland komme, über die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland berichtet. Zum Ende hin, nach meinem Vortrag bestand zu meinem Nachteil die Jury unter anderem aus einer Italienerin, die mich dann über die verschiedensten Sachen auf französisch abgefragt hat. Dadurch habe ich bestimmt such ein paar Punkte verloren, habe aber auch nicht so fließend antworten können. Schließlich wurde ich aber dritter und habe eine Bronze Medaille abgesahnt.

Am darauffolgenden Wochenende waren wir, ein brasilianischer Freund und ich, in der sogenannten “Science World” und haben uns alles mögliche über den Menschen, die Natur und ihre Phänomene angeguckt.
Die Schultage verliefen dann wieder ganz normal, wie immer ein bisschen langweilig und dann ganz spontan haben ein anderer Austauschschüler und ich die verrückte Idee gehabt nach Whistler zu fahren, dem Ort, wo in 2010 die Olympischen Winterspiele stattfinden. Also sind wir dann zusammen mit seiner Freundin in die Berge gefahren. Zum Glück haben uns ihre Eltern gefahren, was ja auch ganze zweieinhalb Stunden gedauert hat. Auf den Bergen haben wir dann den ganzen Tag mit Skifahren und Snowboarden verbracht. Wicked!
Mittwoch habe ich dann den ganzen Tag in Victoria, der Hauptstadt von British Columbia, verbracht. Das war ein Ausflug für alle “international students” von Burnaby, die kommen wollte und etwas erleben wollten. Nach einer kurzen Busfahrt sind wir dann auf die Fähre übergesetzt und hatten anschließend eine sehr lange Busfahrt, die aber schnell vorüber ging, wenn man Gesprächsstoff hatte. Als wir dann endlich angekommen waren sind wir dann zuerst in die “Undersea Gardens” gegangen, wo mann verschieden Meereslebewesen in der Umgebung dort sehen konnte, unter anderem die größte Seesternart der Welt und einen Oktupus. Ein Taucher ist dann in das Becken getaucht und hat dann seine Vorstellung zum besten gegeben. Im Anschluss gab es dann eine Führung durch das British Columbia Museum, in dem man die Geschichte der Provinz ein bisschen näher erläutert bekommen hat. Viele Teile der Führung waren jedoch nicht gerade sehr spannend, das ist jedoch auch nicht untypisch für viele Museen.
Es gab jedoch in der Ausstellung ein lustiges Poster, auf dem um finanzielle Unterstützung für den zweiten Weltkrieg gebeten wurde. Ein Plakat aus Kanada, das für Geldspenden werben sollte. Zuguter letzt erkundeten wir dann die “Legislative Assembly”, ein Regierungsgebäude Kanadas, in dem wichtige Entscheidungen für die Verwaltung der Provinz getroffen werden. Leider waren wir eine zu große Gruppe und konnte so nicht in die große Halle und die Diskussionen mitverfolgen. Nach einem sehr interessante, aber auch anstrengenden Tag, da ich ja sehr früh aufgestanden bin, kam ich dann um ahct Uhr abends nach Hause und bin hundemüde in mein Bett gefallen.
Und an diesem Sonntag werde ich dann an dem sogenannten “Vancouver SunRun” teilnehmen, bei dem 50.000 Menschen eine Strecke von zehn Kilometern laufen. Darauf freu ich mich schon jetzt riesig.


















